Etwa 16 Prozent der Deutschen, das sind über 12 Millionen Menschen, fühlen sich oft einsam. Besonders betroffen davon sind junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren, Singles und Alleinerziehende, aber auch viele Ältere über 75. Grund für die Einsamkeit ist oft der Verlust von Job oder Partner. Aber auch Armut und Arbeitslosigkeit führen oft dazu, sich vom sozialen Leben ausgeschlossen zu fühlen. Studien zeigen, dass das für die Betroffenen ein großes Problem sein kann. Denn Menschen mit guten sozialen Beziehungen sind oft gesünder, psychisch stabiler und leben länger. Einsamkeit hat mindestens so eine schädliche Wirkung wie zu viel Stress, rauchen oder Bewegungsmangel.
Um gar nicht erst in diese Situation zu geraten, ist es wichtig, etwas zu tun, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Zum Beispiel, indem man sich regelmäßig mit seinen Nachbarn trifft und austauscht, wie es beim Krefelder „Forstwaldtreff“ passiert, über das ihr im neuen CREVELT Magazin einen Artikel findet. Da es in Krefelds südwestlichem Stadtteil seit Jahren keine Kneipen und kaum noch Geschäfte gibt, hatte der Forstwalder Markus Kleiner die Idee, ein regelmäßiges Treffen zu organisieren. Das findet nun seit zehn Jahren jeden ersten Freitag im Monat mit durchschnittlich 40 bis 50 Teilnehmern statt. Manchmal kommen sogar 150. Auf diese Weise vermeidet es Forstwald eine anonyme Schlafstadt zu werden. Menschen treffen sich, reden miteinander, haben Spaß und helfen sich gegenseitig, wenn es nötig wird.
Ich finde es toll, dass hier ein Dorfleben 2.0 entstanden ist.
Foto: Forstwaldtreff





