Kolumne

Der KI vertrauen?

„KI-Antworten können Fehler enthalten“ steht bei Google unter allen Informationen, die man auf Anfragen im KI-Modus erhält. Das ist uns natürlich bewusst. Trotzdem verlassen wir uns häufig auf das, was Google, Chat GPT und Co. erzählen. Und – meistens stimmen die Daten ja auch, aber leider eben nicht immer. Dass das so ist, durfte ich vor kurzem auf unangenehme Art erfahren: Die Google KI hatte mir Auftritte eines Krefelder DJs aufgelistet – schön ordentlich mit Orten, Zeiten und ein paar Event-Details. Im Vertrauen, dass das stimmt, haben wir diese Termine dann gedruckt. Ein paar Tage später bekamen wir eine empörte Nachricht des Musikkünstlers. Drei von fünf Terminen waren falsch. Auf meine Nachfrage bei Google wurden mir die falschen Termine erneut bestätigt. Erst als ich darauf bestand, dass diese Daten falsch sind, weil ich vom DJ selbst die Richtigen bekommen habe, räumte die KI ihre Fehler ein – in diesem Fall, weil leider veraltete Daten aus Ticketportalen gezogen worden seien. Wir bitten vielmals um Entschuldigung!

Und die Moral von der Geschicht‘ – der KI vertraue nicht! Zugegebenermaßen hat die KI in sehr vielen Fällen wirklich recht – weil sie die richtigen Quellen im WWW anzapft. Leider gibt es aber auch im „Netz der Netze“ immer wieder Falschmeldungen – ob aus Versehen oder aus Absicht, und die werden dann von der KI auch für bare Münze genommen. Wenn es wirklich wichtig ist, kommen wir also um eine Prüfung der Datenquellen nicht herum. Auch wenn das Vertrauen in Google, Chat GPT und Co. viel bequemer wäre…

Foto: wal-172619
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