
Ist dein Beruf zugleich deine Passion? Was arbeitest du?
Ich war über 30 Jahre lang gerne Pastor im Bund der Freien Evangelischen Gemeinden, zuletzt in Krefeld. Jetzt ist es Zeit für was Neues. Nebenberuflich habe ich schon einige Jahre als Coach und Mediator gearbeitet, Workshops gestaltet und große Veranstaltungen moderiert. Dies ist so sehr meine Leidenschaft geworden, dass ich dies jetzt voll selbständig tue. Man findet mich unter „Klaer-Werk.com“ – dort begleite ich Menschen und Teams, wenn etwas zu Ende geht und Neues noch keine klare Form hat.
Was macht dir neben deinem Beruf Spaß? Hast du ein Hobby oder Ehrenamt?
Gemeinsam mit Ina Hünicke leite ich „MONA* – die AusprobierBar“ an der Ecke Südstraße-Tannenstraße. Wir nennen es das „Jugendzentrum für Erwachsene“, ein Quartiertreff, in dem man Dinge findet, die Spaß machen und Menschen verbinden: Spielen und Singen, Kochen und Diskutieren, Kunst genießen – und manchmal auch einfach heulen oder tanzen. Hier sieht die Welt anders aus als in den Nachrichten, und das ist so gewollt. Wer Lust auf diese andere Perspektive hat, kann über den MONA-Newsletter in Kontakt bleiben: mona.ausprobierbar@gmail.com.
Möchtest du uns deinen Lieblingsplatz verraten? Liegt der in Krefeld oder woanders?
Seit etwa 12 Jahren ist mein Lieblingsplatz der Sattel meines E-Bikes. Für mich bedeutet es Glück auf Rädern. Ich kann es nicht anders sagen. Ich bin schon fast einmal um die Erde rum. Das meiste davon allerdings in Krefeld und Umgebung.
Was findest du gut an unserer Stadt und was gefällt dir gar nicht?
Ich kam 2015 aus Aachen nach Krefeld. Das Erste, was mir auffiel, war, dass die Krefelder es genau umgekehrt machten als die Aachener. Hier redete man so schlecht über die Stadt, als gäbe es dafür Preise. Die meisten Aachener dagegen lobten ihre Stadt, als wäre das der Contest. Beides entspricht nicht der Realität. Schlecht reden hilft niemanden und macht hässlich. Ich liebe vieles in Krefeld: die eher liberale Haltung zu vielem, die Toleranz unter den Religionsgemeinschaften, die Wälle, wo sie nicht zu asphaltiert sind, die Parks und den Stadtwald, viele Kneipen usw.
Was würdest du deinem 18-jährigen Ich raten, wenn du in der Zeit zurück reisen könntest?
Fahr schon früher mehr Fahrrad als Auto, verkauf bloß nicht deine Märklin und ansonsten, nur Mut, du wirst deinen Weg machen.
Foto: privat






