5 Fragen an...

Ralf Enger

Ist dein Beruf zugleich deine Passion? Was arbeitest du?

Seit nunmehr 17 Jahren führe ich das Bistro Mikado auf dem Nordwall und, nach einem Brand im Stammhaus, das in Kürze wiedereröffnet werden soll, seit April 2023 auch das Mikado in der Kulisse. Als Sprössling zweier langjähriger Gastronomie-Familien war meine Berufung mir schon in die Wiege gelegt. Als gelernter Hotelfachmann habe ich nach meiner Ausbildung in verschiedenen großen Hotels in Krefeld und Düsseldorf gearbeitet, bevor ich eine gänzlich andere Richtung einschlug. Nach langjähriger Arbeit mit Körperbehinderten und einem erfolgreichen Ausflug in die Modewelt, zog es mich jedoch wieder in die Gastronomie. Mein Beruf ist meine Leidenschaft…

Was macht dir neben deinem Beruf Spaß? Hast du ein Hobby oder Ehrenamt?

Als Vollblutgastronom bleibt leider keine große Zeit für Freizeitstress… 😉 Mein Beruf füllt mein Leben komplett aus, und das ist auch gut so!

Möchtest du uns deinen Lieblingsplatz verraten? Liegt der in Krefeld oder woanders?

Der Platz, an dem ich meine Seele baumeln lassen und entspannen kann, liegt in Cortona in der Toskana. Bei einer Reise dorthin entwickelte sich eine innige Freundschaft zur Besitzerin eines kleinen B&B, die bis heute besteht. Nebenbei: Sie besitzt das toskanische Original zum Gastgarten des Mikado. Generell ist jedoch mein Lieblingsplatz überall dort, wo mein Lebensgefährte ist!

Was findest du gut an unserer Stadt und was gefällt dir gar nicht?

Ich bin ein Kind Krefelds und liebe meine Stadt. Aufgewachsen und noch immer wohnhaft im Nordbezirk empfinde ich es als außergewöhnlich schön, hier „jeden Baum mit Namen zu kennen”. Ich weiß wann, wo welche Geschäfte waren usw. Leider scheinen zunehmend weniger Bewohner unsere Stadt zu schätzen. Dadurch verkommen ganze Stadtviertel. Zum Glück haben wir hier jedoch einige gute urbane Vereinigungen, die versuchen, dem entgegenzuwirken.

Was würdest du deinem 18-jährigen Ich raten, wenn du in der Zeit zurück reisen könntest?

Als nun offen lebender Mensch, würde ich meinem jungen Ich raten, das zu tun, was ich mein Leben lang getan habe. Ehrlich, offen und immer mit einem Ziel vor den Augen seinen Weg zu gehen; sich nicht darum scheren, was andere denken könnten, jedoch auch nicht unnötig zu provozieren. „Anderssein” bedeutet eben nicht „anders sein“. Es ist ein ganz normales Leben, das keinerlei besondere Aufmerksamkeit benötigt.

Foto: Felix Burandt
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