Kolumne

Glückliches Krefeld

Als Krefeld vor einem Jahr vom SKL-Glücksatlas zur fünftglücklichsten deutschen Großstadt ernannt wurde, schlugen die Wellen in den sozialen Netzwerken hoch. Krefeld eine glückliche Stadt? Keinesfalls! Hier gibt es doch nur noch Baustellen und Schlaglöcher – und die Innenstadt geht gar nicht. „Da gehe ich nur hin, wenn ich muss“, lautete ein Kommentar. Während ein anderer Facebook-User meinte, man könne nach 23 Uhr nur noch bewaffnet durch die City laufen. Einen Kommentar weiter zählt ein Bewohner derselben Stadt auf, warum er gerne hier lebt: „Platz an der Alten Kirche, Alexanderplatz, Arabul, Dachsbau, Blauer Engel, Kufa, Stadttheater, Botanischer Garten, Zoo, Rhine Side, Linn, das Zentrum von Hüls, Freischwimmer, Crefelder Ruderclub, Forstwald, Stadtwald mit Biergarten, Theater Blaues Haus, Pappköpp, Jazzkeller, Hülser Berg, Niepkuhlen, und noch einiges mehr.

Interessant, nicht wahr – der eine sieht die Kultur und das bunte Leben, andere nur Kriminalität, Schlaglöcher und den Dreck auf der Straße. Was stimmt denn nun? Beides! Entscheidend ist allerdings, worauf wir unseren Fokus richten. Jeder von uns hat die Chance, das Glas als halbvoll oder halbleer zu betrachten – im Persönlichen, wie im Bezug auf unsere Stadt. Schön, dass das klassische Krefelder „Meckern“ in den letzten zwölf Monaten noch einmal etwas abgenommen zu haben scheint. Denn laut dem aktuellen SKL-Glücksatlas sind wir jetzt sogar die zweitglücklichste Stadt Deutschlands!

Bild: Chrico.Arts Werbedesign // freepik.com
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