Kolumne

Mehr Grün in die Stadt

Die Hitzewelle der letzten Wochen hat es wieder einmal überdeutlich gemacht. Wir sind auf solche Temperaturen nicht wirklich vorbereitet. Aber was können wir tun? Neben dem vermehrten Einbau von Klimaanlagen, die allerdings auch wieder CO2 produzieren, ist es vor allem sinnvoll, die Aufheizung unserer Städte baulich zu verringern – und das geht am besten durch mehr Grün. Beton und Asphalt heizen sich bei über 35 Grad Lufttemperatur nämlich viel mehr auf als begrünte  Flächen. Unter großen Stadtbäumen oder in Parks und Grünzügen liegt die gefühlte und gemessene Temperatur in der Regel deutlich unter der von Straßen und Plätzen ohne Vegetation. Nachts – nach Ende der Sonneneinstrahlung – kühlen Grünflächen sehr schnell ab, während Beton und Asphalt die gespeicherte Hitze abstrahlen.

Um unsere Städte trotz steigender Hitze lebenswert zu erhalten, ist es also unsere Aufgabe, die Städte deutlich mehr zu durchgrünen. Das geht zum Beispiel über die Begrünung von Dächern und Fassaden, das Pflanzen und Erhalten von Straßenbäumen oder über die Umwandlung ungenutzter Flächen in „Pocketparks“. Asphaltierte Flächen sollten, wo möglich, entsiegelt werden und bestehende Grünflächen auf keinen Fall versiegelt. Idealerweise vernetzt man städtische Grünflächen so, dass kühle Luft aus dem Umland direkt ins Stadtzentrum gelangen kann. Dabei ist es sinnvoll, Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubeziehen – zum Beispiel durch Zulassung von Urban Gardening, Baumpatenschaften und natürlich durch die Förderung von Gebäudebegrünung. Denn – eigentlich wissen wir, wie wir unsere Städte grüner machen können. Leider fehlt es oft noch an der Umsetzung!

Foto: pexels/dileh
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