5 Fragen an...

Christina Wouters

Ist dein Beruf zugleich deine Passion? Was arbeitest du?

Ja, mit 16 Jahren wusste ich bereits, dass ich zum Theater will. Ich habe den Beruf aus Leidenschaft gewählt und mit Anfang 20 Schauspiel studiert. Aktuell spiele ich am Kresch-Theater in Krefeld und am KOM’MA-Theater in Duisburg, mache Puppentheater am Stadttheater und realisiere eigene Projekte in der Krefelder Kulturszene wie einen theatralen Stadtspaziergang am Westwall oder das Solo-Theaterstück „Das kunstseidene Mädchen“. Zudem arbeite ich theaterpädagogisch in Kitas und Schulen. Die Vielfalt und Abwechslung des Berufs begeistern mich besonders.

Was macht dir neben deinem Beruf Spaß? Hast du ein Hobby oder Ehrenamt?

Über meinen Beruf hinaus engagiere ich mich für die Vernetzung von Krefelder Kulturschaffenden und veranstalte gemeinsam mit Pe Krieger und Jan Pichol den Krefelder Kulturstammtisch. Außerdem bin ich im Kernteam der Interessenvertretung „Freie Szene Krefeld – wir müssen reden“. Seit meiner Jugend spiele ich beim TC GWG Tennis und hoffe, dass dieses Jahr wieder mehr Zeit dafür da ist.

Möchtest du uns deinen Lieblingsplatz verraten? Liegt der in Krefeld oder woanders?

Mein Lieblingsplatz liegt in der Toskana, wo ich viele Urlaube verbracht habe. In Krefeld liebe ich es, abends Essen zu gehen und besonders im Sommer draußen zu sitzen, zum Beispiel im Blauen Engel auf einer Bank mit Freunden – dazu ein Crèpe mit Käse und Schinken.

Was findest du gut an unserer Stadt und was gefällt dir gar nicht?

Ich mag die Vernetzung in der Stadt. Durch meine Arbeit in verschiedenen Einrichtungen und Projekten kenne ich viele unterschiedliche Menschen. Wenn ich mal wen bräuchte oder noch nicht kenne, wüsste ich, wie ich den Kontakt herstellen kann. Die Wege sind kurz und ich mag, dass ich die Stadt mitgestalten kann, ich fühle mich hier gesehen. Mir gefällt gar nicht, dass manche Leute Krefeld runtermachen und sagen, dass hier nichts los ist. Andere Städte in NRW haben ähnliche Probleme. Krefeld wird dann immer so abgestempelt. Und was ist eigentlich schlimm daran, wenn es Orte gibt, die „hässlich“ sind? Krefeld ist, finde ich, auf den zweiten Blick schön und zeigt das reale Leben. Es gibt auch immer wieder unerwartete Entdeckungen wie versteckte grüne Hinterhöfe mitten im Zentrum oder das Stadtbad.

Was würdest du deinem 18-jährigen Ich raten, wenn du in der Zeit zurück reisen könntest?

Ich würde ihr sagen, dass es gut ist, aus Krefeld mal rauszukommen und dass irgendwann zurückzukehren und hier zu bleiben, echt schön sein kann.

Foto: privat
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